Dogscooter kaufen

Worauf muss ich achten?

Als Einsteiger ist es zunächst einmal recht verwirrend sich zwischen den vielen Angeboten der Dogscooter zurecht zu finden und für sich und seine(n) Hund(e) das passende Gefährt zu finden.

Hier ein paar Tipps, welche du beim Kauf deines Dogscooters beachten solltest.

Jeder Dogscooter besteht aus den Grundbauteilen:

Rahmen, Trittbrett, Lenker, Gabel, Räder und Bremsen.

Der Rahmen: alle Rahmen unterscheiden sich in Material, dessen Stärke und damit auch dessen Belastbarkeit. Je qualitativ hochwertiger das Material, desto haltbarer und sicherer das Gefährt. Einem qualitativ hochwertiger Rahmen wird einen Sturz nichts so schnell anhaben. Aber auch in der Höhe zum Boden gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen. Je mehr Abstand der Rahmen zur Erde hat, desto sicherer rollt er über Hindernisse hinweg. Besonders bei schnellen Fahrten kann diese Bauart unerlässlich werden. Andererseits kann ein zu hoher Rahmen eine Fahrt zur echten Schweißtour werden lassen, wenn der Hund öfter von dir durch Mithilfe unterstütz werden muss. Hier ist ein niedriger Rahmen empfehlenswert. Es kommt also darauf an mit welchem Hund du auf welchen Trail unterwegs sein wirst.

Dogscooter kaufen

Dogscooter kaufen - Worauf muss ich achten?

Das Trittbrett: unterscheidet sich vor allem in seiner Breite, Rutschfestigkeit und Belastbarkeit. Hast du einen zugstarken Hund, der dich durch jedes Gelände zieht, ist ein breites Trittbrett, auf dem du mit beiden Füßen parallel stehen kannst eigentlich ein Muss. Bei steilem Gelände und nicht so zugstarken Hunden kann es jedoch passieren, dass du deinen Hund öfter durch antreten unterstützen musst. Hier besteht die Gefahr mit dem Fuß-Knöchel an den Kanten des breiten Trittbrettes hängen zu bleiben und das tut ziemlich weh. Also auch hier das Trittbrett in Abhängigkeit vom Hund und das zu fahrend Gelände aussuchen. Es gibt auch Dog Scooter bei denen das Trittbrett ausgewechselt werden kann.

Der Lenker: Das wichtigste am Lenker ist seine Höhe. Natürlich gibt es tolle Zusatzoptionen zu kaufen, wie z.B. die am Lenker einzustellende Lockoutfunktion, aber ein zu niedriger Lenker schadet dem Nutzer, wenn du dauerhaft mit gekrümmten Rücken scootern wirst.

Die Gabel: Gabeln sind erhältlich als Starrgabel oder Federgabel. Wie der Name schon besagt, ist eine Starrgabel starr (unbeweglich) und eine Federgabel beweglich (sie federt). Eine Starrgabel macht u.U. sinn, wenn du als Musher ausschließlich auf ebenen und glatten Trails unterwegs bist und wenn du deinen Hund oft unterstützend helfen musst. Hast du eine Federgabel, dann macht eine Lockoutfunktion (blockiert das Einfedern der Gabel) viel Sinn, denn beim Unterstützen würde sonst deine Kraft nur gering übertragen und deine helfende Arbeit verpufft. Ich empfehle grundsätzlich eine Federgabel mit Lockoutfunktion. So kannst du deinen Roller den Bedingungen (Trail und Hund) situativ anpassen.

Die Räder: Hier kommt es auf den Rollwiderstand an. Wir wollen es unseren Hunden ja recht einfach machen und deshalb gilt: Je größer das Rad, desto geringer der Rollwiderstand. Warum ist das so? Weil sich ein kleiner Reifen unter Belastung meist mehr verformt und somit mehr Reibung auf dem Untergrund verursacht. Deshalb sind beim Dogscootern die Größen 26’er (bzw.28’er) als Vorderreifen und 20’er als Hinterreifen üblich.

Die Bremsen: Die Bremsen sind das Wichtigste (!) worauf du achten musst. Vielleicht wirst du mit 25 km/h (oder noch schneller) unterwegs sein und dein Hund hört nicht gleich sofort auf dein Signal „Stopp“, dann können die richtigen Bremsen dich vor Unfällen und Gefahren schützen.

Dogscooter kaufen - Worauf muss ich achten?

Dogscooter kaufen - Worauf muss ich achten?

Es gibt manuelle Backenbremsen und manuelle Scheibenbremsen, sowie hydraulische Backen – und Scheibenbremsen. Für leichtläufige und zugschwächere Hunde reichen manuelle Backenbremsen völlig aus. Hast du einen zugstarken Hund oder wirst sogar zwei Hunde vor deinen Dogscooter einspannen, empfehle ich dir dringend den Kauf von hydraulischen Scheibenbremsen. Hydraulische Bremsen haben gegenüber manuellen Bremsen den Vorteil, dass sie sich feiner in der Bremswirkung betätigen lassen und die Bremswirkung stärker ist. Bedenke, dass du u.U. sehr viel und anhaltend bremsen musst. Bei der Hydraulik achte darauf, dass die Bremsflüssigkeit ölhaltig ist, diese braucht i.d.R. nicht jährlich gewechselt und entlüftet werden. Außerdem friert sie dir im Winter, und als Musher bist du hauptsächlich in der kalten Jahreszeit unterwegs, nicht ein. Backenbremsen sind allerdings in der Wartung kostengünstiger, fahren sich dafür schneller ab. Ist eine Scheibe einmal gedellt, muss sie kostenintensiv gewechselt werden.

 Zusatzoptionen, die dir nützlich sind: Schutzbleche, Klingel, Lampen, Tacho, Action-Cam (glaub mir, die musst du haben J)

In meinen Workshops stehen dir verschiedene Modelle mit unterschiedlicher Ausstattung zur Verfügung.